Samstag, 26. März 2016

Rezension: Das Mohnblütenjahr von Corina Bomann





Das Mohnblütenjahr
von Corina Bomann

Gefühlvolle deutsch-französische Familiengeschichte

Details:

ISBN: 3548286674
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 14. März 2016
Seitenzahl: 496
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 9,99 €


Der Inhalt:
Nicole Schwarz ist allein bei ihrer Mutter aufgewachsen. Schon immer hat sie sich eine große Familie gewünscht. Umso mehr freut sie sich über ihre Schwangerschaft. Doch dann erfährt sie, dass ihr Baby mit einem Herzfehler zur Welt kommen wird - die Folge einer Erbkrankheit. Voller Fragen fährt Nicole zu ihrer Mutter Marianne an die Mosel. Bei ihr findet sie Trost. Und endlich eine Antwort auf die Frage nach ihrem Vater. Marianne wollte nie über ihn sprechen. Jetzt beginnt sie zu erzählen: vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit, von einer großen Liebe zwischen Deutschland und Frankreich und von den Ressentiments, die der Krieg auf beiden Seiten hinterlassen hat. Nicole will verstehen, woher sie kommt und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater ...
(Quelle: Klappentext)


Das Cover:
Von Beginn an hat mich das Cover fasziniert. Das stürmische Wasser, die düstere Stimmung und daneben ganz unschuldig die roten Mohnblumen. Ich finde es einfach nur wunderschön.

Meine Meinung:
Mittlerweile habe ich schon einige Bücher von Corina Bomann gelesen und so habe ich natürlich auch zu ihrem neuesten Werk gegriffen.

Meiner Meinung nach entwickelt sich der Schreibstil der Autorin immer weiter. Fand ich die Dialoge in "die Sturmrose" noch etwas hölzern, so haben sie mich in diesem Buch besser überzeugen können.
Auch die landschaftlichen Beschreibungen waren sehr detailiert ohne überladen zu wirken. Die Gegend in Frankreich konnte ich mir so gut vorstellen, dass ich jetzt selbst gerne dort hin reisen würde. 

Außerdem hält sich die Geschichte, im Gegensatz zu den Vorgängern, nicht mit Längen auf. Ich hatte das Gefühl, dass ständig neue Informationen ans Licht kamen und immer etwas passierte.

Marianne ist eine tolle Frau, deren Geschichte von einem Erzähler beschrieben werden. Hier erfährt man eine Menge über sie, ihre Kindheit und ihr Austauschjahr in Frankreich. In sie konnte ich mich besonders gut hinein versetzen, ihr Charakter wurde unglaublich toll beschrieben. Bei dem was sie alles durchmachen musste, habe ich mehr als einmal die Luft angehalten. Gegen Ende hat mir ihre Geschichte sogar die Tränen in die Augen getrieben.

Auch die Nebencharaktere konnte ich mir allesamt bildlich vorstellen. Die freundlichen und hilfsbereiten ebenso wie die mürrischen und skrupellosen.  

Sämtliche Gefühle wurden so toll übermittelt, dass sie für mich als Leser greifbar waren. Teilweise fühlte ich mich selbst ganz bedrückt oder freudig durch Situationen, die ich gerade gelesen hatte.

Ganz anders ging es mir mit Nicole. Ihre Geschichte wird aus der Ich-Perspektice erzählt.
Ich fand sie einfach nur absolut kindisch und dämlich. Um hierauf näher einzugehen, würde ich allerdings Teile der Geschichte verraten müssen. Das will ich natülich nicht. Allerdings konnte ich mich weder in sie hineinversetzen, noch mit ihr mitfühlen. Ihr schien es hauptsächlich darum zu gehen einen Partner zu haben. Leider konnte ich mit ihr absolut nicht mitfühlen oder ähnliches. 

Ich war immer froh, wenn das neue Kapitel über Marianne begann. Diese beginnen jeweils mit einer Beschreibung eines Fotos. Auch dies hat mir gut gefallen und der Geschichte noch mehr Authentizität verliehen.

Fazit:
Die Bücher von Corina Bomann werden immer besser, ich freue mich schon jetzt auf neue Geschichten von ihr!

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